Ehrenamtstreffen der Nachbarschaftshilfe Plus

Dank an die freiwilligen Helfenden in der Gemeinde Rastenfeld

Dank an die freiwilligen Helfenden in der Gemeinde Rastenfeld ©Nachbarschaftshilfe Plus

Dank, Rückblick und Weichenstellung für die Zukunft

„Helfen ist ein Gewinn für alle – für die Ehrenamtlichen, die so viel Dankbarkeit erfahren, und für die älteren Menschen, die durch dieses kostenlose Angebot länger selbstbestimmt zuhause leben können“, betonte Projektleiterin Doris Maure, beim großen Ehrenamtstreffen von Nachbarschaftshilfe Plus am 27. November 2025 in Lichtenau.

Zum Treffen kamen rund 70 Ehrenamtliche aus allen neun Nachbarschaftshilfe-Plus-Gemeinden – Pölla, Röhrenbach, Lichtenau, Schweiggers, Rastenfeld, St. Leonhard, Göpfritz an der Wild  – sowie zahlreiche Bürgermeisterinnen, Bürgermeister und Gemeindevertreter.

Beeindruckende Bilanz: 1.850  Dienste und 235 unterstützte Personen

Projektleiterin Doris Maurer präsentierte einen eindrucksvollen Rückblick:
Von Jänner bis Oktober 2025 wurden mehr als 1.850 Unterstützungsleistungen erbracht. Dabei halten sich Fahrdienste zu medizinischen Terminen und Besuchsdiensten sowie Einkaufsfahrten in die umliegenden Geschäfte die Waage.

Über 235 Menschen nahmen das kostenlose Angebot in Anspruch – ermöglicht durch über 150 engagierte Ehrenamtliche aus den beteiligten Gemeinden.

„Es freut mich jedes Mal, wenn ich helfen kann – und nebenbei lerne ich viele neue Menschen kennen“, schilderte eine Ehrenamtliche ihre Motivation.

Finanzierung gesichert – trotz schwieriger Lage der Gemeinden

Das Projekt wurde bisher durch eine Sonderfinanzierung des Landes Niederösterreich unterstützt. Dank des gemeinsamen Einsatzes aller sieben Gemeinden und der intensiven Bemühungen von Obmann Günther Kröpfl konnte eine Folgefinanzierung gesichert werden. Die Nachbarschaftshilfe Plus wird somit auch in den kommenden Jahren weitergeführt.

Trotz der angespannten finanziellen Situation vieler Gemeinden bekannten sich alle Bürgermeisterinnen und Bürgermeister klar zur Fortführung: Ihnen sei es besonders wichtig, Menschen mit geringerem Einkommen zu unterstützen, damit diese möglichst lange selbstständig in ihrer Heimatgemeinde leben können.

Zusammenschluss ab 2026 und Appell an die Bevölkerung

Derzeit wird die Nachbarschaftshilfe Plus bereits in 31 Gemeinden des Waldviertels umgesetzt. Ab 2026 sollen sich diese zu einem gemeinsamen Verein zusammenschließen, was weitere Kostenreduktionen und eine vereinfachte Organisation bringen soll.

Ein wesentlicher Baustein der Zukunft wird die Unterstützung aus der Bevölkerung sein:
Ab 2026 setzt man verstärkt auf Spenden und unterstützende Mitgliedschaften, um die langfristige Finanzierung abzusichern.

Koordinatorinnen als Herzstück der täglichen Arbeit

Eine zentrale Rolle spielen die Koordinatorinnen, die Anfragen älterer Menschen entgegennehmen, Einsätze organisieren und als Ansprechpersonen für die Ehrenamtlichen fungieren. Zudem organisieren sie laufend Veranstaltungen für Seniorinnen und Senioren:

Im vergangenen Jahr wurden fast 40 Veranstaltungen umgesetzt – darunter Erzählcafés, Smartcafés, „Tanzen ab der Lebensmitte“ sowie Bewegungscafés. Im Mittelpunkt stehen stets Austausch, Aktivität und Humor.

Dank an die Ehrenamtlichen

Zum Abschluss der Veranstaltung erhielten all jene Ehrenamtlichen, die im vergangenen Jahr einen runden Geburtstag gefeiert hatten, Blumen und Handtücher als kleines Dankeschön. Die Übergabe erfolgte durch die Gemeindevertreter der jeweiligen Gemeinde.


 Eine Gruppe von Menschen, die für ein Foto posiert

Namen von li: Corina Limberger, Bgm. Andreas Pichler, Karin Walther-Stampf, Barbara Hasel, Verena Nußbaum, Sandra Warnung, Doris Maurer, Martina Pleßl, Bgm. Herbert Gallee, Bgm. Eva Schachinger