Die Region rund um den nördlichen Kampwald ist ein echtes Naturjuwel – mit alten Wäldern, seltenen Tierarten und einer lebendigen Kulturlandschaft. Etwa 4.000 Hektar rund um das Gut Ottenstein sollen künftig als Nationalpark weiterentwickelt werden. Ziele sind die nachhaltige touristische Entwicklung, die Unterstützung der bäuerlichen Direktvermarktung und der Schutz der Schönheit der gesamten Region.
Region soll gestärkt werden
Der geplante Nationalpark Kampwald soll nicht nur die Natur schützen, sondern auch die Region stärken – mit sanftem Tourismus, Umweltbildung und neuer Wertschöpfung. Das Gebiet wird in Zonen gegliedert: In der Kernzone steht der Naturraum im Mittelpunkt, hier entwickeln sich die Wälder langfristig. Rundherum liegt die sogenannte Bewahrungszone – mit traditionellen Nutzungen wie der Teichwirtschaft, vor allem aber mit Angeboten für Besucherinnen und Besucher: Wanderwege, Naturerlebnisplätze und Ausflugsziele für Familien machen den Nationalpark erlebbar und schaffen neue Möglichkeiten für die Menschen und Betriebe vor Ort. „Der Nationalpark Kampwald soll die gesamte Region unterstützen, mit sanftem Tourismus, bäuerlicher Direktvermarktung und neuen Ausflugs- und Bildungsangeboten. Er stellt damit einen wertvollen Beitrag zur Markenbildung einer naturnahen Region zum Leben, Arbeiten und für Gäste im Waldviertel dar und würde nicht nur für Naturliebhaber und Erholungssuchende, sondern ebenso für heimische Produzenten regionstypischer Produkte und für die touristischen Einrichtungen eine neue Dimension eröffnen. Beispielgebend ist z.B. der Nationalpark Thayatal, den mittlerweile 100.000 Gäste jedes Jahr besuchen und dabei natürlich auch Geld in der Region lassen", so LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.“
Schritte zum Nationalpark
Ein Nationalpark entsteht nur gemeinsam – mit den Menschen vor Ort. Die Zustimmung der Grundeigentümer ist Voraussetzung. Im Kampwald gehören die meisten Flächen der Windhag-Stipendienstiftung. Auch Gemeinden, Tourismusbetriebe und Naturschutzorganisationen sind in die Planungen eingebunden. „Ein Nationalpark bringt nicht nur Schutz für wertvolle Natur, sondern auch neue Chancen für die Region – mehr Gäste, neue Arbeitsplätze und bessere Angebote für Einheimische und Besucher“, sagt Landesrat Ludwig Schleritzko.
„Dobratal“ als Teil der Kernzone
Als Startschuss soll das 270 Hektar große „Dobratal“ als Naturschutzgebiet ausgewiesen werden und künftig Teil der Kernzone des Nationalparks Kampwald sein. Parallel dazu laufen Gespräche mit regionalen Akteuren, den Eigentümern und dem Bund zur Entwicklung des Nationalparks.